EKo-Training

Ein Ermutigungs- und Konzentrationstraining für Schüler zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit.

»Die große Mehrheit von Leistungsschwächen, vor allem auf geistigem Gebiet, ist die Folge von Entmutigung und nicht angeborene Unfähigkeit.« – Rudolf Dreikurs

Die Beobachtungen

Als Logopädin und Legasthenietherapeutin begegnete ich häufig Schülern, die Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren. Genauer gesagt: sie haben Schwierigkeiten, anstehende (schulische) Aufgaben strukturiert, aufmerksam und mit dem nötigen Durchhaltevermögen zu erledigen. Zudem gibt es eine nicht erwünschte erhöhte Konzentration, durch die es aufgrund von zu viel Anspannung und Ängstlichkeit zu gehäuften Fehlern kommen kann.

Wünschenswert wären also:

  • eine gelassene Aufmerksamtkeit
    (»Ich arbeite sorgfältig und vertraue meinen Fähigkeiten.«),
  • eine bewusste Selbststeuerung
    (»Ich entscheide mich, diese Aufgabe in den Mittelpunkt zu stellen und strukturiere meine Aufgaben.«)
  • und eine zuversichtliche Grundhaltung
    (»Ich kann schon viel und werde die Aufgaben gelassen und gut bewältigen.«).

Die häuslichen Lernbedingungen tragen selbstverständlich dazu bei, ob ein Schüler sich gut konzentrieren kann (genügend Schlaf, wenig Medienkonsum, ausreichend Bewegung, wohl-wollende Atmosphäre, Ermöglichen von Selbstverantwortung, strukturierter Tagesablauf, klare Regeln, ausgewogene Ernährung usw.).
Zudem müssen die Schüler in der Lage sein, sich in einer Gruppe zurecht zu finden. Ihre Aufmerksamkeitslenkung soll – trotz manchmal störender Einflüsse durch andere Schüler – über einen längeren Zeitraum gelingen. Viele Schüler geraten in einen Entmutigungskreislauf, der die sogenannte »Konzentrationsstörung« aufrecht erhält oder sogar verstärkt.

Die Eltern-Kind-Beziehung leidet unter der durch Vorwürfe, Schuldgefühle, Entmutigungen und Konflikte vergifteten Atmosphäre. Die Schule und Lehrer bekommen oft »Verantwortung« zugeschoben. Die inflationär ausgestellten Diagnosen »AD(H)S« oder »Legasthenie« oder neuerdings auch gerne »Hochbegabung« entlasten zunächst zwar die Betroffenen, zeigen aber nicht umgehend Lösungswege aus der misslichen Situation.

All diese Überlegungen und Beobachtungen führten dazu, dass ich ein Training entwickelte, welches genau diese Punkte berücksichtigen soll.

Die Durchführung

Das Training dauert acht Wochen, beginnt jeweils nach den Ferien, kostet 140,- Euro zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer (kann auch in Raten gezahlt werden) und besteht aus folgenden Inhalten:

  • einem Eltern-Informationsabend – Kostenlos und unverbindlich.
    Danach können Sie entscheiden, ob Ihr Kind teilnehmen wird.
  • sechs Gruppenstunden á 50 Minuten für die Schüler mit max. fünf Teilnehmern,
  • wöchentlichen Trainingsaufgaben für die Schüler und die Eltern,
  • einem abschließenden Elterngespräch.

In Einzelfällen kann sich darüber hinaus ein Erziehungscoaching oder eine logopädische Therapie anschließen.

Der Inhalt

Wichtige Elemente jeder Gruppenstunde sind:

  • Ermutigungsrunde
  • Dynamische Übung
  • Entspannungsübung
  • Arbeitsphase
  • Wahrnehmungsübung (visuell, auditiv)
  • Konzentrationsübung
  • Schlussrunde (Zielformulierung, Reflexion)

Der Umgang miteinander ist geprägt durch Respekt, Achtsamkeit, Einhalten von Kommunikationsregeln, Freundlichkeit, Selbstverantwortung und Kooperation.

Die Ergebnisse

In den 14 Trainings, die ich bisher durchgeführt habe, wurden u. a. folgende Ergebnisse sichtbar:

Die meisten Schüler können ihr Arbeitstempo erhöhen (besonders beim Abschreiben von Texten und bei den Hausaufgaben). Schüler, die wegen psycho-somatischer Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit vor Klassenarbeiten/Prüfungen das Training besucht haben, erzählen davon, dass sie in solchen Situationen nicht mehr so aufgeregt sind und keine oder nur noch wenige der oben genannten Beschwerden haben.

Bei der Hälfte aller Schüler haben sich die Noten schon in dieser Zeit verbessert. Viele Eltern fühlen sich ermutigter, können mehr Verantwortung abgeben, besser Grenzen setzen und freuen sich über die gute Stimmung zu Hause.

Die Highlights

Wahrnehmungsübung/Konzentrationsübung:

1. Beim Hören zweier Geschichten zur gleichen Zeit und anschließendem Nacherzählen einer Geschichte sagt Max zu Tobias, der damit Probleme hatte: »Ich habe mich entschieden, welche Geschichte ich hören will!«

2. Was hilft mir, um sich zu konzentrieren? Lena antwortet: »Freude hilft dabei! Ich überlege immer, was mir vielleicht Freude macht bei der Aufgabe!«

3. Was hilft mir, um mich zu konzentrieren? Julia sagt: »Können hilft mir. Flöte spiele ich seit 5 Jahren, da kann ich mich super konzentrieren, weil ich durch Üben gut spielen kann!«

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